Das Kreuz der Johanniter

2011, Höhe 3,50 m, Cortenstahl, Edelstahl
Klanginstallation und Schaukasten
Standort:
Interweg 10, 26969 Butjadingen

Klöster in der Wesermarsch
Kampf mit den Gezeiten
Deichbau und Landwirtschaft
Glaube und Existenz

Am 24. Juni 2011 (Johannistag) wurden die im Mittelalter hier tätigen Johanniter und ihre verfallenen Klöster zum Thema eines neuen Standorts im Reigen der Unsichtbaren Sehenswürdigkeiten mit der Skulptur Das Kreuz der Johanniter.

Im 14. Jahrhundert wohnten Brüder des Johanniterordens auf einer dem Standort gegenüberliegenden Wurt. Damals war Butjadingen noch eine Insel.
Um überleben zu können, deichte der Orden seinen Besitz unter sehr harten Bedingungen ein. Der heutige Straßenverlauf neben der Skulptur zeigt den damaligen Deichverlauf. So konnte hier Landwirtschaft betrieben werden, denn der Boden war sehr fruchtbar, wenn auch schwer zu bearbeiten.
Nicht die Natur mit den immer wieder auftretenden zerstörerischen Sturmfluten beendete das Klosterleben vor Ort, sondern die Gedanken der Reformation im Jahre 1528. Die Mönche gaben Haus und Hof auf. Wohin sie gingen ist unbekannt. Der Blick des Besuchers wird auf den Standort des ehemaligen Klosters focussiert.
Im Boden eingelassen befindet sich ein Schaukasten mit Steinen des Johanniterklosters.
In Butjadingen gab es weitere Ordensniederlassungen z.B. in Roddens (nahe Eckwarden) und in Stick (nahe Tossens)